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Morbus Perthes Kind zur Untersuchung


Kinder im Alter von 2-15 Jahren können am Morbus Perthes erkranken.

Über die Herkunft oder die Auslöser der Krankheit ist noch sehr wenig bekannt.

Sie gilt als selbstheilend, wenn keine weiteren Gelenkfehlstellungen vorhanden sind. Die Behandlungsmöglichkeiten kann allerdings nur ein erfahrener Kinderorthopäde bewerten und festlegen, da jeder Morbus Perthes Fall völlig anders und nicht pauschal zu behandeln oder zu beurteilen ist.

Die Literatur zeigt sich bezüglich des Erkrankungsalters uneinheitlich. Es gibt auch schon betroffene Kinder unter 3 Jahren.

Das Verhältnis Jungen zu Mädchen beträgt 4:1.
Bei 15% der Kinder sind beide Hüftgelenke befallen. Ganz selten sind beide Hüftgelenke gleichzeitig betroffen.

Die Erblichkeit der Krankheit wird nicht angenommen, es sind aber Fälle bekannt, bei denen Vater/Mutter und Sohn (oder Tochter), in großem zeitlichen Abstand, diese Krankheit bekommen haben. Das ist aber sehr selten.

Die mögliche Vererbung der Krankheit wird von Wissenschaftlern nicht bestätigt.

Beste Ausheilungschancen auf völlige Wiederherstellung haben Kinder die im Alter von 3 bis zu 9 Jahren betroffen sind.

Nach dieser Zeit, also bei Betroffenen von 9 - 15 Jahren (später Perthes) können die Aussichten der Wiederherstellung geringer sein. Mädchen haben dabei schlechtere Prognosen als Jungen.

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Häufigkeiten und Betroffenenzahlen



In der Literatur finden sich unterschiedliche Angaben über die Häufigkeit von Morbus Perthes:

10:100.000 Quelle: Hefti (Hrsg.) Kinderorthopädie in der Praxis, Springer Verlag 1998

25:100.000 Quelle: Witkowski/Prokop/Ullrich, Lexikon der Syndrome und Fehlbildungen 1995

50:100.000 Quelle: Schlitz Dustmann, Morbus Perthes, Springer Verlag 1998

100:100.000 Quelle: Schattauer, Pädiatrie, 1995

Alles in allem gehört der Morbus Perthes einerseits zu den seltenen Krankheiten, andererseits ist er die häufigste, orthopädische Hüfterkrankung bei Kindern im relevanten Alter.

Etabliert hat sich die Zahl 1:1.250. Das bedeutet, daß jedes 1.250 neugeborene Kind sich später mit einem Morbus Perthes auseinanderzusetzen hat.
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