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Physiotherapeutische Behandlung

Physiotherapeutische Behandlung

Demonstration einer physiotherapeutischen Behandlung beim Morbus Perthes


Die physiotherapeutische Begleitung bei der Behandlung des Morbus Perthes wird heute als sehr wichtig angesehen. Sie hat die Aufgabe, die Beweglichkeit des Gelenkes zu erhalten bzw. zu ermöglichen. Muskeln, Bänder und Sehnen sollen in ihrer Aktivität möglichst erhalten bleiben und durch die "Bewegung ohne Belastungsdruck" kann das Gelenk die nötigen Stoffe zur Regeneration bilden.

Zweimal pro Woche sollte sie bei einem professionellen Physiotherapeuten (der sich mit MP auskennt) erfolgen.
Einen physiotherapeutischen Behandlungsleitfaden können Sie HIER [79 KB] herunterladen

Täglich sollten die Eltern mit den Kindern einige "Übungen" machen, die der Physiotherapeut ihnen gezeigt hat. Bitte übertreiben Sie die Übungen nicht, sonst sperren sich die Kinder dagegen und das ist auch einer verbesserten Heilung nicht unbedingt zuträglich.

Ein betroffener Vater hat uns den "Übungsplan" seines Physiotherapeuten zur Verfügung gestellt. Bitte drucken Sie sich diesen Plan aus und sprechen ihn mit Ihrem behandelnden Physiotherapeuten durch, ob er für Ihr Kind auch so verwendbar ist.
Hier [20 KB] ist der "Übungsplan für zuhause".

Eine betroffene Mutter hat eine wunderbar bebilderte Anleitung für die Physiotherapie ihres Sohnes zugeschickt,
die Sie HIER [236 KB] herunterladen können.

Egal, welches der Blätter Sie sich heruntergeladen haben, nehmen Sie die Blätter mit zu Ihrem Arzt und Physiotherapeuten und besprechen, welche dieser Übungen genau für Ihr Kind geeignet sind.

Bei einem Gelenkerguß (meist schmerzhafte Flüssigkeitsansammlung im Hüftgelenk) sollte die Physiotherapie und sportliche Aktivitäten ausgesetzt werden. Entzündungshemmende Medikamente werden verordnet. Während dieser Zeit, ca. 14 Tage, sollte der Patient sich sehr wenig bewegen.

Wenn Sie Probleme mit der Verschreibung von Rezepten für die physiotherapeutische Behandlung Ihres Kindes haben,
klicken Sie bitte hier.

SEHR WICHTIG ZU LESEN:
Neue Informationen zum Thema Verschreibung Physiotherapie Rezept mit
ausfüllbarem Musteranschreiben finden Sie HIER [211 KB]



Zur manuellen Therapie
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Manuelle Therapie



Manuelle Therapie

Die manuelle Therapie ist eine Technik zur Behandlung von reversiblen (auflösbaren) Funktionsstörungen am Haltungs- und Bewegungsapparat. Der Physiotherapeut bewegt die Gelenke behutsam in ihrer eingeschränkten Funktionsrichtung. Durch langsames Auseinanderziehen (Traktion) und bewegen der Gelenkpartner sollen das Gelenkzusammenspiel wiederhergestellt und eine bestehende Bewegungsbehinderung gelöst werden.

Mit der manuellen Therapie steht dem Physiotherapeuten eine effektive und meist schmerzfreie Behandlungstechnik zur Verfügung, um Funktionsstörungen von Gelenken zu beeinflussen.

Manuelle Therapie wird u.a. zum Erhalt der Muskelfunktion bei Kindern angewendet, die wegen Morbus Perthes mehrere Monate nicht belasten bzw. wenig laufen dürfen.

Zur Physiotherapie nach Vojta
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Physiotherapie nach Vojta



Behandlung nach der Methode Vojta

Das komplexe Diagnostik- und Therapiesystem wurde in den 60er Jahren von dem Kinder- und Erwachsenenneurologen Dr. Vojta, der seit 1975 im Kinderzentrum München tätig ist, entwickelt.

Das System beruht auf empirischen Beobachtungen von Bewegungsabläufen der motorischen Entwicklung im 1. Lebensjahr, deren Gesetzmäßigkeit Dr. Vojta erkannte und genau beschrieb.

Im Fortbewegungsprinzip VOJTA werden in bestimmten Ausgangslagen (Rückenlage, Seitenlage, Bauchlage) über definierte Zonen am Rumpf und an den Extremitäten Reize gesetzt. Diese bewirken Haltungs- und Bewegungsmuster, die den ganzen Körper, einschließlich der Hände, Füße und des Gesichts erfassen: das Reflexkriechen und das Reflexumdrehen.

Sie beinhalten die für jede Fortbewegung untrennbaren Komponenten: die Aufrichtung gegen die Schwerkraft, die zielgerichtete Bewegung und die dynamische Anpassung der Körperlage. Neben der physiologischen Einstellung der Wirbelsäule und der Kugelgelenke sowie einer differenzierten Muskelarbeit sind u.a. eine Vertiefung der Atmung und eine Aktivierung des Kreislaufes und der Verdauung zu beobachten.

Das Fortbewegungsprinzip VOJTA ist als Basistherapie in allen klinischen Bereichen (Kinderheilkunde, Orthopädie, Chirurgie, Neurologie, u.a.) und unabhängig vom Alter des Patienten einsetzbar.

Über diese Therapieform werden vom Patienten aktiv, ohne zu trainieren und zu üben, grundlegende Voraussetzungen geschaffen, auf die andere Therapieformen aufbauen können. Die Behandlung ist durch Kombination und Variation der Zonen und durch Auswahl der Ausgangsstellungen den Möglichkeiten des Patienten anzupassen.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist die konsequente Arbeit 3 bis 4 mal täglich. Der Therapeut ist für den individuellen Aufbau der Behandlung sowie für die Anleitung der Eltern verantwortlich.

Quelle: Physioweb.de

"Der Arzt verschreibt uns aber nicht ausreichende Rezepte"...
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Sozialpädiatrische Zentren



Verschreibungsprobleme Physiotherapie

Zahlreiche Eltern melden sich bei uns, weil sich der behandelnde Arzt dagegen ausspricht, behandlungsbegleitend notwendige, physiotherapeutische Behandlungen zu verschreiben, weil es seinen Etat zu stark belastet oder er ausgeschöpft sei.

Dies ist nicht ganz richtig.

Unseren Informationen nach kann jeder Arzt für seinen Morbus Perthes Patienten einen Sonderantrag stellen, damit diese Behandlung und Verschreibungen seinen Etat nicht belastet. Aber einige Ärzte scheuen diesen Aufwand oder wissen nicht um diese Möglichkeit.

Wenn sich aber der behandelnde Arzt absolut gegen die sehr wichtige und notwendige physiotherapeutische Behandlungsverschreibung beim Morbus Perthes sperrt, wenden Sie sich bitte an die Sozialpädiatrischen Zentren. Dort soll die Verschreibung wichtiger, empfohlener Behandlungen problemlos funktionieren.

Wenn Sie ein für Sie nächstgelegenes Sozialpädiatrisches Zentrum suchen, melden Sie sich bitte telefonisch bei uns.

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Sozialpädiatrische Zentren in Deutschland

Sozialpädiatrische Zentren sind ärztlich geleitete Einrichtungen, die Aufgaben der Diagnostik und Therapie wahrnehmen, die von den regionalen Frühförderstellen so nicht gestaltet werden können. In den sozialpädiatrischen Zentren arbeitet ein Team aus mehreren Fachbereichen.

Gemäß den gesetzlichen Vorgaben sollen sozialpädiatrische Zentren die Behandlung auf diejenigen Kinder ausrichten, die wegen der Art, Schwere oder Dauer ihrer Erkrankung nicht von geeigneten Ärzten oder in geeigneten Frühförderstellen behandelt werden können. Die Zentren sollen mit den Ärzten und den Frühförderstellen eng zusammenarbeiten.

Die sozialpädiatrischen Zentren (SPZ) sind fachübergreifend arbeitende Einrichtungen, die fachlich-medizinisch unter ständiger ärztlicher Leitung stehen und im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung im Zuge einer Ermächtigung nach § 119 SGB V (Sozialgesetzbuch 5) tätig sind. Der Zugang zu den sozialpädiatrischen Zentren erfolgt durch ärztliche Überweisung.

Aufgaben der SPZ sind Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr (kindheitslange Behandlung) unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes, einschließlich der Beratung und Anleitung der Bezugsperson. Zum Behandlungsspektrum gehören insbesondere Krankheiten, die Entwicklungsstörungen, drohende und bestehende Behinderungen sowie Verhaltensauffälligkeiten und seelische Störungen bedingen.

Aufgabe ist ebenfalls die Abklärung bei Verdacht und das Vorliegen einer der genannten Erkrankungen. Das Konzept umfasst Krankheitsfrüherkennung und -behandlung sowie Rehabilitation und Teilhabe und ist vorwiegend medizinisch ausgerichtet.

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