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Beste Behandlung

Das Arztgespräch

Rollstuhl und Gehstützen bei der Morbus Perthes Behandlung


Es gibt nicht die pauschale "beste Behandlungsmethode". Jede einzelne Perthes Erkrankung muß individuell von einem erfahrenen, aktuell informierten Mediziner (Kinderorthopäden) begutachtet, diagnostiziert und behandelt werden. Kein Fall ist gleich. Deshalb kann auch nicht von "der besten Behandlung des Morbus Perthes" gesprochen werden. Die Behandlungsmethode muß auf den individuellen Fall abgestimmt werden.

Erwarten Sie nicht vom behandelnden Arzt eine sofortige Prognose im Hinblick auf Schwere und Dauer der Krankheit Ihres Kindes. Nach dem ersten Röntgenbild ist kaum ein Arzt in der Lage, dies abschließend zu beurteilen, da sich alle Faktoren im Laufe der Krankheit noch ändern können. Gelenkfehlstellungen sollten aber schon hier erkannt werden können.

Manchmal hört es sich für die Eltern so an, als ob der Arzt Ihnen nichts zum Verlauf der Krankheit sagen wollte. Er kann es zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht. Erst nach zeitlichem Abstand, beispielsweise 3 Monaten und einem weiteren Röntgenbild kann der Fortgang der Krankheit schon etwas genauer, aber nicht endgültig beurteilt werden, weil immer noch Verbesserungen oder Verschlechterungen eintreten können. Auch eine MRT kann hilfreich sein, wenn der Arzt sich davon zur Diagnose weitere Sicherheit erwartet.

Kein diagnosesicherer Arzt, wird den Eltern verwehren eine weitere medizinische "Zweitmeinung" einzuholen, um ihnen eine Entscheidungssicherheit zu geben, für Ihre Kinder die richtige Behandlung und den zur Ausheilung des Morbus Perthes für sie richtigen Weg zu finden.

Zu den Behandlungsarten
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Konservative Behandlung

Konservative Behandlung

Kind im Rollstuhl


Bedeutet, daß keine operative Behandlung durchgeführt wird. Dies ist aber nur möglich, sofern keine Gelenkfehlstellung vorliegt.

Die dreimonatige, bildgebende Sichtkontrolle des Arztes (Röntgen), um den Fortgang der Krankheit zu beurteilen, ist in jedem Fall durchzuführen und den Anweisungen des Arztes zu folgen.

In der Vielzahl der uns bekannt gewordenen Fälle ist, bei konservativer Behandlung, eine gewisse Gemeinsamkeit der konservativen Behandlung in Erscheinung getreten:

Gehstützen - für kurze Wege-
Rollstuhl oder spezieller Kinder-Sportwagen - für lange Wege-
Schwimmen und Radfahren (runde Bewegungen ohne Druckbelastung)
begleitende Physiotherapie (2x pro Woche und tägliche Übungen mit den Eltern)
3-4 monatliche, ärztliche Kontrolle des Krankheitsverlaufes.

Thema Rollstuhl
Wie ist der Prozess der Bestellung eines Rollstuhls. HIER sind die Infos.


"Mein Kind muß einen Rollstuhl haben" Diese Aussage verbreitet unter Erwachsenen meist einen großen Schrecken. Frau Ute Herzog hat sich damit beschäftigt. (Er geht hier um eine andere Krankheit, hat aber nichts mit Morbus Perthes zu tun) hat darüber eine außerordentlich gute Darstellung zu diesem Thema veröffentlicht. Auch welche Anforderungen Rollstühle für Kinder haben müssen und was angepasst werden soll, wird dort sehr anschaulich dargestellt. Sie finden dort alles, was Sie über Rollstühle wissen sollten. HIER ist der Link.

Sehr interessant auch für Ihre Kinder der Rollstuhl-Sportverband HIER können Sie diese Seite erreichen.

Auch der BVKM bietet zum Thema Hilfen für Behinderte Menschen eine Broschüre mit allen Hilfen zum kostenlosen Download an.
Titel: MEIN KIND IST BEHINDERT, WELCHE HILFEN GIBT ES
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Orthesen

Thomas-Schiene


Die Behandlung mit Orthesen ist heutzutage kaum mehr anzutreffen. Nur in einzelnen Fällen entscheidet man sich heute noch zu einer Behandlung mit einer Orthese.

Zur Information
Früher sagte man zu orthopädischen Hilfsmitteln, die zur Behandlung von Fehlstellungen verwendet wurden: Apparat, Gestell oder Schiene. Heutzutage wurde der Begriff Orthese dafür eingeführt. Eine Orthese belastet allerdings das "gesunde Bein" deutlich stärker, was nicht unbedingt nachteilig sein muß.


Vor einiger Zeit wurde wissenschaftlich (biomechanisch) festgestellt, daß der Entlastungsgrad mit einer Orthese nicht größer ist, als eine Behandlung mit Gehstützen und Rollstuhl. Dies ist auch der Grund, warum Orthesen heute kaum noch angewandt werden.

Die verwendeten Orthesen (Schienen) nennen sich:

Thomas Schiene (englisch: Thomas Splint) Abb. HIER

Atlanta Schiene Abb. HIER

Würzburger Orthese Abb. HIER

Mainzer Orthese Abb. HIER

Berner Schiene (noch keine Abbildung vorhanden)

Petry Cast (Wikipedia)

Snyder Sling (Wikipedia)

Braadgips (Wikipedia)

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Operationen


Beckenosteotomie (Umstellungsoperation)
Eine Umstellungsoperation wird Ihnen für Ihr Kind vom behandeln Arzt möglicherweise in Ausicht gestellt. Sie möchten sich vorab informieren was das bedeutet?
Hier der Link

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Behandlungsbegleitend


Heilungsbegleitende Maßnahmen sollten nur im vernünftigen, für das Kind zumutbaren Rahmen durchgeführt werden. Sofern die Maßnahmen nicht schaden, ist dagegen nichts einzuwenden. (Homöopathie, Schüssler Salze oder Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, oder anderes)

Auch diese Zusatzbehandlung sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Meist dienen diese unterstützenden Maßnahmen mehr der Sicherheit der Eltern selbst aktiv geworden zu sein, als das Bewußtsein nicht "alles" getan zu haben.

Homöopathie
- mit ärztlicher Zustimmung, neben kinderorthopädischer Behandlung möglich.

Schüssler Salze
- mit ärztlicher Zustimmung, neben kinderorthopädischer Behandlung möglich.

Vitamine, Mineralien, Spurenelemente
- mit ärztlicher Zustimmung, neben kinderorthopädischer Behandlung möglich.

Stoßwellen Therapie
- Diese Therapie ist bei der Behandlung des Morbus Perthes sehr umstritten und kann
nach unserer Kenntnis nicht empfohlen werden.

Sauerstoff Therapie
- Die Sauerstoff-Therapie hat nach Aussagen von Experten keine wissenschaftlich
nachweisbaren Erfolge erbracht und erscheint damit wenig sinnvoll.(Wird auch nicht von der Krankenkasse übernommen)

Magnet-Resonanz-Therapie
- Über diese Therapie liegen uns keine wissenschaftlich begründeten Ergebnisse vor.

Osteopathie
- Text folgt noch -

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